Rhythmik

… oder auch

„Rhythmisch-musikalische Erziehung“

versteht sich als eine künstlerisch-pädagogische Methode, welche mit der engen Verbindung von Musik, Bewegung und Sprache als erzieherisches Mittel arbeitet und auf die Entwicklung der Persönlichkeit in ihren motorische, affektiv-sozialen und kognitiven Fähigkeiten ausgerichtet ist.

Das übergeordnete Ziel der Rhythmik ist …
ein freier, harmonischer, selbständiger Mensch, der Initiative und Verantwortungsbewusstsein innerhalb der Gesellschaft entwickelt.

Im Vordergrund stehen dabei folgende Ziele:

– Sensibilisierung der Sinne

– die Entwickeln kreativer Fähigkeiten

– soziales Lernen (verbale und nonverbale Kommunikationsfähigkeit).

Das Mittel ‚Musik‘ :
– Bewegungsunterstützung
– Durch die bewegungsstützende Funktion erfolgt eine Erlebnissteigerung. (Musik hat führenden und ordnenden Einfluss auf die Bewegung)
– Erziehung zur Musik
– zum Musikerlebnis
– zur Begriffsbildung
– zur Bewegungsdarstellung,
– zur eigenen instrumentalen Interpretation von Musik

“Die Musik öffnet die Tür zum Innersten des Menschen, sie wird, wenn richtig gewählt, zum erzieherischen Mittel.” (M. Scheiblauer)

Das Mittel ‚Bewegung‘:
– Körper und Bewegungsbewusstsein
– Spannung und Entspannung
– Arbeit an Grundbewegungsarten, an der Bewegungskoordination und an den Ausdrucksfähigkeiten des Körpers
– Kreativer Tanz unter Einbeziehung von Geräten und Materialien
– Entwicklung von Bewegungsgestaltung

„Die Bewegung ist gleichsam die Türe, durch welche man einen Einblick in die Verfassung des Menschen gewinnt. Sie wird dem, der sie zu lesen versteht, zum diagnostischen Mittel.“ (M. Scheiblauer)

Das Mittel ‚Sprache‘:
Über die bekannte Funktion als Kommunikationsträger hinaus – wird Sprache in der Rhythmik erweitert und differenziert eingesetzt. Sprache und Stimme können auch als „Körperinstrumente“ bezeichnet werden. Als solche werden sie auch eingesetzt. Sie sind die einfachsten Mittel zur Begleitung der Grundbewegungsarten. Sie stehen unmittelbar zur Verfügung.
Bsp.: 
Darstellendes Spiel:
Geschichten, Texte, Lieder können dargestellt werden (Instrumental- Musik- kann stimulierend wirken)
Reime, Nonsensverse mit starker Betonung (Sprachrhythmus)
Sie schulen Atmung, Artikulation; wecken das Empfinden für musikalischen Rhythmus und trainieren die Merkfähigkeit. Sie lösen überdies einen Bewegungsanreiz aus, dem durch Gestik, Mimik und Körperinstrumente entsprochen werden kann. (Aber auch durch Ganzkörperbewegungen).

Die Mittel ‚Geräte, Objekte, Material‘:
… haben in der Rhythmik einen besonderen Stellenwert.
Sie fordern auf zu handelndem Umgang, handelnder Auseinandersetzung und fördern, koordinieren die Bewegung (Bewegungsrhythmen können erlebt werden)
Das Material sollte von unterschiedlicher Beschaffenheit sein und durch Farbe, Form, Gewicht, u. Geräusch zur Bewegung und schöpferischem Agieren auffordern. Die Auswahl der Materialien kann durch die genannten Kriterien bestimmt sein. Mimi Scheiblauer hat durch Jahrzehnte Rhythmikmaterial ausprobiert, zusammengestellt und eingeführt. Es ist patentamtlich geschützt und kann bei der Firma Staneker „Spielzeuggarten“ bestellt werden.
– Sensomotorisches Lernen (Vernetzung von Sinneswahrnehmung und Handeln)
– die Förderung von Bewegungsfreude und Kreativität
– Begriffsbildung (Erfahren und Verbalisieren von Materialeigenschaften)
– Kommunikation (Kontaktaufnahme über Material, gemeinsame Aufgabenstellung lösen)
– freies Experimentieren
– das Finden und Erfinden herkömmlicher und ungewöhnlicher Verwendungsarten zur Entwicklung kreativer Fähigkeiten
– es kann auch Symbolcharakter haben (Wandelbar-Zweckentfremdet)

Ein Gedanke zu „Rhythmik“

  1. Ratgeber für Eltern (Thema: Erziehung, Barbara Zimmermann)

    Siehe auch: http://www.bambiona.de/thema/elternratgeber

    Es gibt unzählige Ratgeber für Eltern in Form von Büchern, Videos oder Kursen, die sich mit der Hilfe bei der Erziehung befassen. Dabei geht es um klassische und autoritative Erziehung oder aber antiautoritäre Pädagogik. Hin und wieder ändern sich auch bestimmte Erziehungsmethoden, neue kommen in Mode, andere werden als überholt abgeschrieben und verworfen. Doch welche ist nun die Richtige?

    Welcher Wert soll vermittelt werden?
    Spätestens mit der Geburt eines Kindes kommt auch die Frage auf, wie das Kind richtig erzogen werden soll. Alle Eltern haben dabei eine bestimmte Vorstellung, wie ihr Kind einmal werden soll, und glauben genau zu wissen, wie sie das erreichen. Wer sich dennoch unsicher ist, findet auf bambiona.de alles zum Thema „Elternratgeber – Hilfe bei der Erziehung“. Aber auch der Blick in die eigene Vergangenheit kann hilfreich sein. Wer an seine eigene Kindheit zurückdenkt und die Erziehung, die er genossen hat, bekommt schon einmal einen gewissen Überblick, was er heute bei seinen Kindern genauso bzw. anders machen möchte.

    Die Auswahl an Ratgebern ist groß
    Längst halten nicht alle Elternratgeber auch das, was sie versprechen. Daher ist es sinnvoll, schon vor dem Kauf die Exemplare auszusortieren, die bereits in ihrem Titel zu blumige Versprechen abgeben. Diese Ratgeber sind meist sehr einseitig und wenig praxistauglich. Als Ratgeber für Väter und Mütter sind solche Ratgeber besser geeignet, die konkrete Situationen mit viel Witz und Liebe zum Detail schildern, die sich auf typische Probleme zwischen Eltern und Kindern beziehen. Auch praxisbezogenen Tipps und vernünftige Kompromiss-Lösungen zum Umsetzen sind sehr hilfreich.

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